Wie verbessere ich mein Ranking

Der Vorhang ist gefallen, das neue Update an den Suchalgorithmen der Spider und Bots von Googleist erschienen und was bleibt ist in der SEO- und SEM-Branche vor allem eine große Ratlosigkeit die sich teilweise auch in offenen Bekundungen der Wut entlädt, wie die Kommentarbereiche vieler SEM-Blogs und SEO-Communities recht deutlich zeigen.

Der Ärger kommt nicht von irgendwo her: Die neue Updatepolitik von Google zeigt, ohne es offen auszusprechen, eine klare Ansage an die Betreiber von „White hat“ wie „black hat“ Optimierern: „Wir sind der Hirsch am Markt und eure Kaffeesatzleserei wird in klare Grenzen gewiesen.“. Es ist unausgesprochen, aber nicht nur die künftigen Richtlinien, auch die praktische Umsetzung zeigt ganz deutliche Tendenzen, das jene, die mit Google mitziehen klare Vorteile am Ranking-Markt erhalten, während andere, die durch die Natur ihres Angebotes eher Nischen füllten, aber durch größere Seiten ihre Backlinks erhielten – vollkommen legitim also – werden bis zum Sankt-Nimmerleinstag von den Bots sanktioniert und erhalten empfindliche Penalties, mit denen sie in die Weite der bedeutungslosen Suchergebnisse nach Seite 5 zurück gedrängt werden, wenn nicht gar aus dem Suchindex ausgeschlossen werden, weil sie durch die Kombination alter, heute sanktionierter SEO-Maßnahmen mehrfache Verletzungen der Richtlinien begangen haben.

Die Frage nach der Gerechtigkeit der Google-Suchergebnisse ist jedoch schon so alt wie Google selbst, denn seit der Einführung der Google-AdSense Oberfläche bestreitet Google vehement eine aktive Beeinflussung der Suchergebnisse und verweist auf die eigene AdSense-Leiste am Rande der Suchergebnis-Übersicht, während User und Kritiker scharf mit dem Suchmaschinen-Riesen ins Gericht gehen: Von der bewussten Manipulation von Wahrnehmungsströmen und Trends ist die Rede, die jedoch von Google ganz klar dementiert werden. Wie sollten sie es auch eingestehen, lautet doch die oberste Firmenprämisse: „Dont be evil“. Kritiker vermuten dennoch, das sich, wie in Großunternehmen sehr üblich, Automatismen höherer Größenordnung entwickeln, die im kleinen gar nicht so „böse“ wirken, doch im großen und ganzen letztendlich dazu führen, das ein System sich gegen die eigene Firmenpolitik wendet, alleine schon, um hausinterne Kämpfe um Verteilungen von Budgets für sich zu entscheiden.

Das bei der Aktualisierung der Bewertungsrichtlinien und dem Suchalgorithmus der Google Suche ein solcher Machtkampf intern stattgefunden haben, darauf deutet die stärkere Gewichtung von Google AdSense resp. die offensichtliche Übergehung von sanktionierungswürdigen Verstößen gegen die Erfassungsrichtlinien der Google Spider und Bots bei Kunden von Google AdSense geflissentlich übersehen werden und so ein unangenehmes Klima erschaffen, in dem sich die SEM-Branche dazu gezwungen sehen wird, von bewährten Optimierungs-Schemata abzulassen und zukünftig selbst im Bereich des sauberen SEO, dem sogenannten „White Hat“-SEO nur noch auf schwimmenden Faktoren hin zu optimieren, die sich vor allem in den Bereich der Zugänglichkeits-Richtlinien von Google, hier besonders die Headline- und Content-Einteilungen niederschlägt, also vielmehr einen technischen, vom Inhalt unabhängigen Aspekt einnimmt, während die Aufarbeitung von Google Pageranks durch Backlinks von populären Seiten mehr und mehr zum Negativkriterium wird und zu einem penalty führen kann und in einigen Beispielen, die sich leicht ergooglen lassen, bereits dazu geführt hat.

Hier sehen sich die Search Engine Marketing Unternehmen zusehends im Zwang, eine kommerzielle Bindung an Google durch Teilnahme an den Kostenpflichtigen Rankings im Bereich von AdSense einzugehen und damit erst die Grundlage für eine erfolgreiche Indexierung durch die Spider und Bots von Google zu ermöglichen. Ob diese Strategie jedoch für Google aufgehen wird, ist fraglich, arbeiten doch Konkurrenten wie etwa die Suchmaschine von Microsoft, Bing, darauf hinaus, die gleiche, einfache Usability zu bieten und den Optimierern die bewährten Handwerkszeuge zu erhalten, die sich eben im Bereich des Suchmaschinenmarketings durchgesetzt haben. Man spricht hinter der Hand auch davon, die frühere Einfachheit von Google aus frühen Jahren zu erhalten und gleichzeitig die besseren Suchergebnisse durch eine neutrale Linkbewertung zu erhalten.

Ist dies der Scheitelpunkt, an dem der Fall von Google beginnt? Mitnichten, denn Google hat sich in seinen Jahren sehr breit aufgestellt und kann mittlerweile auf ein umfassendes Produktportfolio blicken, das viele Lebensbereiche durchdringt, mehr als nur das Stammgeschäft der Google Search. Alleine schon durch Google Android, dem Smartphone-Betriebsystem erhält Google genug Zulauf an Usern, die sich bereitwillig den Terms of Usage zuwenden, um die eigenen Suchergebnisse personalisieren zu können und schlussendlich: Durch das zusammenlegen der Google Produktlinien unter einer AGB und der damit stattfindenden Vernetzung der Kundendaten auf einen einzelnen Account ist ein Potential geschaffen, von dem jeder Marketingexperte nur Träumen darf: Beinahe das ganze Leben des Users liegt dem Unternehmen in Form von Freitext auf den Servern, addiert mit mächtigen Informationen wie dem automatischen GPS-Abgleich. Das alles führt zu einer umfassenden Profilerstellung, mit der Google eben mehr als nur die Auswertung ihrer Spider und Bots zur Verfügung hat. Und genau aus diesem Grund sollte man Google nicht auf dem absteigenden Ast sehen, wenngleich aufs reine Suchmaschinen-Geschäft die Konkurrenz aufholen könnte.