Wie verbessere ich mein Ranking

Wir spinnen den Gedanken: Was wäre wenn alles schief läuft?

Hier der vierte und letzte Teil als Fortführung unserer fiktiven Annahme zur Zukunft von Google und den Einschlag, den die Expansion des Großunternehmens auf die digitale Welt haben könnte:

Das klassische Suchmaschinenmarketing begann in der Umstrukturierung durch den Wechsel der Parameter langsam auszusterben und einer neuen Form des Public Relation Managements zu wandeln – Crowd Control würde ein großer Begriff dieser Epoche des Übergangs in eine mögliche Zukunft als „closed network“ für die vom Existenzverlust bedrohten SEM-Agenturen durch den Wegfall der technischen Notwendigkeit klassischer Suchmaschinenoptimierung als neues Tätigkeitsfeld entdecken werden müssten, wollten sie im Strudel der Abschottung der Plattform Google gegenüber ihrer Konkurrenz nicht untergehen.

Für die zukünftige Steuerung von Besucherströmen und entsprechender Einbindung des Konsums von Content in die Bewertungsfunktionen der sozialen Elemente – in seiner ersten Form sei nur der +1-Button genannt, der mit dem Launch von Google+ eingeführt wurde und einen direkten Angriff auf den „Like“ von Facebook darstellte, würde es von Nöten sein, einen konkreten Aufbau von Nutzerfundamenten aufzubauen und mit Hilfe veraltet geglaubter direktem Business-to-Client (B2C) bezogenen Public Relations Management (PRM), also einen Schritt von der Optimierung von technischen Parametern hin zu einer Optimierung der Inhalte auf maximale Kundengewinnung und Markenbindung, entsprechend positive Resultate für die Vertragspartner zu erzielen, denn im Google der möglichen Zukunft – oder dem was darüber hinaus liegt, entscheidet der Nutzer über den Wert des Content und nur noch zu einem geringeren Teil die Suchalgorithmen und Bewertungen der definiert agierenden Crawler.

– Der langsame Wandel der Suchmaschinenoptimierung, in neuen Kleidern, doch mit bewährten PR-Mitteln auf die Plattform der neuen Medien umgesetzt als Reaktion auf den Ausschluss von den angestammten Märkten Public Relations, mit Schwerpunkt auf Crowd Controlling sollte das neue Tätigkeitsfeld der Online-Marketer werden –

Der User stellt sich nun also in diesem Netzwerk, sich dieses Umstandes sicher unbewusst, als entscheidende Variable dar, die über die Platzierung von Onlineangeboten in der Suchmaschine Google und die Einbindung in die nativ implementierte Social Functionality, wie etwa der personalisierten Prädiktion von Interessen durch „mutual Interests“, also gleichartige Interessen des eigenen Umfelds der digital-sozialen Umgebung, entscheidet. Das sich daraus ergebende kommende neuen Tätigkeitsfelder der Unternehmen aus dem Bereich Suchmaschinenmarketing (Besser wohl Google-Marketing) wird die Umstellung auf diese neuen Faktoren und dem Verlust der technisch-direkten Möglichkeit der Einflussnahme auf die Pageranks und das Erscheinen auf den SERPs der Zielgruppe sein und vermehrt der Aufbau und die Bereitstellung von Kapazitäten um auch gegen die populären, sich im Selbstlauf verbreitenden Angebote der „Big-Player“ im jeweiligen Wirkungsbereich des Kunden nicht die Segel streichen muss, aus Mangel einer Verfügungsmasse von in den sozialen Netzwerken aktiven Kunden, die eine notwendige Markenbindung bedürfen um als Aggregator für die Webpräsenz zu operieren.

Ob jedoch Google in letzter Konsequenz mit diesem geradezu, vom Schwarm gesteuerten Bewertungssystem in definiertem Rahmen aus vorgegebenen Parametern den Erfolg findet, der sich hier gegen die Konkurrenz aus anderen geschlossenen Netzwerken versprochen wird, bleibt fraglich, hatte die Suchmaschine doch genau mit diesem Bruch, dem Sprengen der von ebenso isolierten Netzwerken und Onlineangeboten für den Nutzer seinen großen Durchbruch erzielt. Die Wahrscheinlichkeit dürfte also hoch sein, das auf ein neues findige Studenten und andere Aufstrebende mit einem neuen „Google“ auf dem Markt erscheinen werden, der den Bereich der Suchmaschinen und ihrer Optimierung wieder in die Hand der Betreiber und dem von ihnen beauftragten SEO-Agenturen legt, als das die Suchergebnisse nicht nur lokal gefiltert werden, sondern durch die Dynamik der Masse, die Unweigerlich in einem derart konstruierten System entsteht, die einzige Konstante in der Generierung von Top-Platzierungen in den SERPs jene sein wird, das es keine Konstante gibt und keine steuerbaren Faktoren, die zum Erfolg oder Verderb einer Webseite beitragen können.

Hier endet unsere ausgedachte Veränderung der Welt, einmal aus dem kritischen Blickwinkel, bei der Frage: Was wäre, wenn Google morgen das Internet zu 98% dominieren würde? Wäre Google in einer Gruppendynamik vielleicht nun doch „evil“ geworden? Das bleibt bei diesem nur kurzen, wenig analytischen Blick in die Zukunft ungewiss, denn erst die Entwicklung hinsichtlich der Verwendung der umfänglich erfassten Daten dürfte Aufschluss auf die moralische Neuausrichtung unseres fiktiven Google-Megakonzern zulassen.

Oder wie würde ein Zeitgenosse der Menschen aus dieser fiktiv angenommenen Welt vielleicht mit einem süffisanten Schmunzeln erwidern: „Das ist mir nicht bekannt, zumindest konnten bei der Recherche auf Google-Net keine überaus kritischen Stimmen zur Gesamtheit der Konzernwandlung der einstigen Suchmaschine zum dominierenden Onlineportal gefunden werden, also ist wohl alles in Ordnung, oder? Google es doch!“

….. Ende