Wie verbessere ich mein Ranking

Wir spinnen den Gedanken: Was wäre wenn alles schief läuft?

Hier der dritte Teil unserer fiktiven Annahme zur Zukunft von Google und den Einschlag, den die Expansion des Großunternehmens auf die digitale Welt haben könnte:

Im den folgenden Zügen des Unternehmens wurde nun nicht mehr nur das Nutzerverhalten an zumeist statischen und durch Mehrfachnutzungen unsicheren Erfassung von Partikularinteressen bestimmter Nutzer der Arbeitsplatz- und privaten Desktop-Rechnern durch das schlichte browsen im Angebot des Konzerns erfasst, sondern ebenfalls die Auswertungen der in den bordeigenen Funktionalitäten und Sensorik der zumeist Individuell, von nur einem Customer genutzten Mobilfunkgeräten, wodurch die durch die o.g. Faktoren bestimmte Informationslücke behoben und das Customer Profiling näherte sich der technischen Vollendung. Der begriff des „gläsernen Kunden“ tritt in diesem Zusammenhang beinahe als Euphemismus, zumindest von Datenschutzrechtlicher Seite betrachtet.

– Der Gläserne Bürger würde durch die Zusammenfassung aller gesammelten Profildaten zur möglicherweise unangenehmen Realität des neuen Jahrzehnts werden. Die –

Die umfassende Protokollierung der Android-Systeme erlaubte von Beginn an nicht nur theoretisch die Erstellung detaillierter Bewegungsprofile, genutzten WLANs zur Erfassung sozialer Umgebungen und vieler weiter Möglichkeiten wurde nun, rechtlich durch die Google EULA und die Unternehmens-AGB abgesichert, erfasst und nach üblichen Verfahren von Google zur weiteren Verwendung verwertet, um vermeintlich präzisere und persönlichere Erfahrung im Umgang mit der, längst über die einfache Suchmaschine hinaus gewachsenen, Plattform zu ermöglichen. Undenkbar in diesem Falle wäre schon der Verlust von Daten aufgrund von wirtschaftlich Motivierten Hacktivisten, mahnten bereits Früh bedeutende Mitglieder der europäischen Wirtschaft.

Selbst die europäischen Think-Tanks, die traditionell eine Politik des EU-zentrierten Neoliberalismus vertraten sprachen offen von Szenarien, gegen die der populäre Hackerangriff auf das Sony Networks in 2011, einem der Lehrbuch-tauglichen Beispiele für das Versagen zentralisierter Datenspeicherung, geradezu als lapidarer Ausrutscher abgetan werden dürfte, vor allem hinsichtlich des Zugriffes auf sensible persönliche Daten durch sogenannte Black-Hat-SEOs, bei denen die Grenze zwischen Betrüger und Hackendem Datendieb längst verschwunden war, so klagten die Mahner an, deren Kampagnen und Aktionen im Regelfall nicht nur die EULA der Suchmaschine verletzen, sondern nicht zu selten gleich auch noch strafrechtliche Relevanz aufweisen und durch die asiatischen Rückzugsräume wie der Volksrepublik China sich quasi außerhalb jeder rechtsstaatlicher Jurisdiktion befanden.

Alleine diese stellten eine bedeutende Bedrohung für die informationelle Selbstbestimmung der Bürger dar, geschweige den für die Wahrung von Industriegeheimnissen, das in den Händen von Datenhehler in der vollends globalisierten Welt mit einem Knopfdruck ganze Wirtschaften bedrohe. Doch die Mahnenden rufe verhallten unter dem Klang der beschwichtigenden Worte der Konzernsprecher, ungehört, weder die Kartellämter noch Datenschützer des EU-Parlamentes noch USA sahen einen Grund, das Handeln des schwergewichtigen Konzernriesen einzuschränken.

Die Anzeichen dafür waren jedoch schon 10 Jahre im voraus von Fachleuten erkannt worden: Es war nur einer von vielen kleinen, unmerklichen Schritten in die Sandbox, die Google im Kampf um die Bindung von Nutzern an seine Plattform aufbaute, war die Einführung des sogenannten „Google Author Pageranks“ in 2012, einer für die Einstufung von relevantem und als interessant bewerteten Web-Content eine für die Bewertung und daher auch für das allgemeine Google Ranking immens wichtige Variable eines an ein Google Plus-Konto, also einer zumeist natürlichen Person, gekoppelten Autorenvermerkes, den man nun in den Content einpflegte, zumeist mehr oder minder gezwungen, um den Anschluss im sich im Google-Universum „Google-Net“ abspielenden SMM/SEM-Wettbewerb um die Top-Rankings auf den Google SERPs nicht zu verlieren und damit in die kommerzielle Bedeutungslosigkeit abzurutschen, die nun akut für die

Offiziell lief dieses Update im Jahr 2012 darauf hinaus, die Erstklickraten (Click-Through-Rate, CTR) der Seitenbesucher durch die unterbewusst positiv Bewertete Reaktion auf vermeintlich persönlichen Content durch den neuen Autorentag zu erhöhen, doch im Endeffekt wurde hier nur ein weiterer Zaun durch den virtuellen Vorgarten von Google gezogen um seine Kontrolle bis in das semi- bis professionelle Content-Contributor-Umfeld zu erweitern: Autoren waren nun angehalten, den erzeugten, qualitativ hochwertigeren Content direkt an ihre Schnittellen im Google-eigenen Social Network Google Plus zu verlinken, da ein großer Teil des Ranking-Prozesses nun an den Verknüpfungen innerhalb dieser sozialen Plattform stattfanden, quasi durch die Bewertung durch die User und nicht mehr allein durch technische Parameter, wie der Zugänglichkeit der Inhalte, ihrem durch Links und Backlinks generierten digitalen Nachbarschaft für die Google Crawler und ihre Spider. und intelligenten Aufbau von Medien als ganzes, sondern der natürlichen Person des Autors als solches, nicht mehr an bestehenden Medien und ihren Rankings gebunden und der die durch die Einbrüche bei einem Ausscheren aus dem „Konsens Google“, als primäre Vertriebsplattform mit strikter Abwertung des persönlichen Autorenrankings eine nunmehr unfreiwillige, auf lange Frist angelegte Bindung eingehen mussten um den an die eigene Person gekoppelten Popular-Relevanzwert, der sich aus einem komplexen Algorithmus aus Author Page Rank, Kundenbewertungen und von Google im Schatten belassenen Faktoren zusammensetzte, nicht zu verlieren und ihre Werke im wichtigsten Knotenpunkt des World Wide Web im Wahrnehmungsbereich der vom Mini-Marketing definierten Zielgruppe zu erhalten und weiter auszubauen. Die Einführung dieser obligatorischen, unausweichlichen Neuerung sollte besonders die kommerziellen Autoren treffen, deren Vertriebswege entweder schon früh über die Angebote des erweiterten Google Shopping abgewickelt wurden oder aber die sich ihre Unabhängigkeit von Google Inc. bewahrt hatten und nun gezwungen waren, ihre Vertriebskanäle auf Google Shopping umzustellen, um nicht entsprechende Umsatzeinbußen zu erleiden. Das Shopping-Portal von Google, dass sich in weniger als drei Jahren seit seiner Vorstellung daran machte, das ehemals Marktführende Onlineversandhaus Amazon.com aus dem mitteleuropäischen Raum zu verdrängen, seit das weltweit operierende Unternehmen sich nicht mehr zu weiteren Lizenzzahlungen für die Verwendung einer Google-Net-kompatiblen API in seinen Onlineangeboten zu verwenden, langsam, Penalty für Penalty aus den SERPs (Search Engine Result Pages) verschwand – und damit auch aus der Wahrnehmung der Kundschaft.

….. Fortsetzung folgt