Wie verbessere ich mein Ranking

Wir spinnen den Gedanken: Was wäre wenn alles schief läuft?

Hier der zweite Teil als Fortführung unserer fiktiven Annahme zur Zukunft von Google und den Einschlag, den die Expansion des Großunternehmens auf die digitale Welt haben könnte:

Mit der Umwälzung, der sich manifestierenden Monopolstellung der Google Inc. als unangefochtenem Marktführer für die Aufbereitung von im Google-Net publizierten Informationen in einer lückenlosen Palette an Produkten, wie dem Mailservice Google Mail, Maps, Business, Google Calendar und einer weiteren Zahl auf den ersten Blick für den Nutzer sinnvollen Tools zur Organisation des digitalen Alltages. Ganze Büros schwenkten seinerzeit auf die Plattform Google um, die mit ihren Sicherheitsversprechen und den dargelegten Einsparung durch zentralisierte Speicherung auf den Google-Servern immense Kosteneinsparungen verzeichnen könnten, durch die plattformübergreifende Verzahnung dieser Tools und der permanenten Verfügbarkeit aller Tools, vom Desktop, auf den Laptop bis auf die ultramobilen Tablets und Smartphones schienen die Vorteile gegenüber der bewusst in Kauf genommenen Verwertung des eigenen Nutzerverhaltens und des hinterlegten Content und der Informationen aus Mails und Dokumenten aufzuwiegen, zumindest auf den ersten Blick. Die brandgefährliche Entwicklung für die an der Gestaltung des weltweiten Datennetzes beteiligten Unternehmen sollte sich rasch zu erkennen geben.

Die Pleitewelle der Softwareunternehmen, die im Bereich der Web-Applikationen wirtschafteten begann jedoch schon viel früher. Das 90% der Internetuser Google-Nutzer waren stand schon in den 2010ern fest, und an diesem Umstand änderte sich herzlich wenig, denn durch die attraktiv vermarkteten, ohne Zusatzkosten angebotenen Dienstleistungen des Konzerns war ein Wechsel ohne nennenswerte Konkurrenz in Aussicht schon alleine aus einem Mangel an Unzufriedenheit unwahrscheinlich und blieb letzten Endes auch aus. Die Versiegelung des Google-Netzwerkes fand so schleichend statt, das niemand außer den Unternehmen aus dem Bereich des Suchmaschinenmarketings es Anhand ihrer eigenen Zahlen nicht nur feststellen, sondern auch beweisen konnten. Die Einführung eines „External Hosting Penalty“, einer Abwertung für extern gehostete Inhalte, die sich nicht auf den Servern des Google-Konzerns befanden wurden „per se“ als Sicherheitsgefahr ausgeschrieben und sind dadurch ohne eigene Kenntnis nicht mehr über den Mikrokosmos des „Google-Net“ zu finden und verlieren im gleichen Zug ihre Berechtigung, die Dienstleistungen der Google Inc., wie etwa des digitalen Marktplatzes „gBay“, der für viele kleinere Händler das aus bedeuten würde, da sie auf die Einnahmen das Internet-Versandgeschäft und ihre Auffindbarkeit in den Suchregistern der Suchfunktion von Google-Net angewiesen sind.

Weiterhin wurde der Konsumentenbereich der Suchmaschine, die einst nicht mehr als eine Suchmaschine, Nein, die beste Suchmaschine im Internet sein wollte, durch den Aufkauf von einer hohen Zahl von Dienstleistern der digitalen Medienwelt, wie etwa der Bildverwaltungssoftware Picasa, die ihren Nutzern ermöglichte, ihre Bilder online zu verwalten – nun nur eben eng integriert in das Produktportfolio der Google Inc., ebenso wie dem populären Video-Portal „Youtube“, das mit der zwingenden Bindung zur personalisierten Nutzung an den globalen Google-Account gebunden wurde und so mit einem Schlag eine sprudelnde Quelle von protokollierten Nutzerverhalten auftat, und ein Millionenschwer wiegendes Publikum, das seit Mitte der 2000er den komfortablen Service nutzte. Der Zukauf von Firmen wie Motorola sicherte ebenso die Zukunft des eigenen Smartphone-Betriebssystems Android in technischer Hinsicht, neben der Absicherung gegen die grassierenden Patentklagen der Konkurrenz im Bereich der Mobilfunktechnik.

– Firmenübernahmen stellen die strategische Absicherung Googles aus mittlere Frist im Dienstleistungssektor auch von kreativer Seite sicher, durch die Übernahme von Produktionskapazitäten werden künftig Marktanteile im mobilen Sektor gewonnen –

Um auf negative Veränderungen, speziell der Abwanderung von Nutzerströmen in geschlossene – für Google unzugängliche – Netzwerke, zu reagieren, veränderte Google in mehreren Updates seit 2009 konstant das Erscheinungsbild der Google-Oberfläche und der darunter unsichtbar werkelnden Algorithmen immer weiter: Auf den SERPs (Search Engine Result Pages) erschienen nun vermehrt Google-eigene Dienste, die zwischenzeitlich zu einem Gesamtdienst zusammengefasst wurden, wie etwa Google Shopping, eine Suchmaschinenform zum Preisvergleich durch den Nutzer oder etwa die auf die verwendeten Keywords Bezogenen Einblendungen aus der organischen Bildersuche oder eben kostenfreien Dienstleistungen wie dem Online-Karten- und Routenplaner Google Maps, der wiederum mit anderen Elementen, die 2011 unter eine Nutzungslizenz zusammengeführt wurden, wie etwa der Anzeige von eingetragenen Gewerbe und anderen POIs (Points of Interests). Das einzig verbleibende externe soziale Netzwerk, das bei der Einweihung der Marke „Google-Net“ noch im Suchindex zu finden ist, ist das für 6 Monate Karenzzeit auslaufende Facebook, das im Zuge der Fehlinvestition in die Apple Inc. den Übernahmebestrebungen der Google Inc. auf Druck der Aktionäre nachgeben musste.

Die Auswertungen aus den getrackten, kollektivierten und an zentraler Stelle zusammengeführten personenbezogenen Datensätzen aus den wurde der Arm des Google-Konzerns erheblich länger und bedeutend kräftiger. Alleine durch die massive Verbreitung von Google Android hatte nunmehr eine große Zahl an Kunden bereits ein mit einer Person verknüpftes Konto, dessen Registrierung erst die schrankenlose Nutzung durch den Casual User der mit dem Google-Betriebssystem versehenen Smartphones im vollen Umfang zwingend bedurfte und so die Fäden der vollumfänglichen Erfassung des „Individual Usage Behaviour“ um einen weiteren Grad in einen direkten, privaten Lebensbereich gespannt, der eine wortwörtliche Goldgrube im Sinne der gewonnenen, neuen Verknüpfungen und damit einhergehenden präziseren Einschätzung der Kundenbedürfnisse zur taktischen Platzierung von Angeboten und anderer Werbeflächen einen unverkennbarer Wettbewerbsvorteil für das Unternehmen darstellen würde, der nach dem Fall von Facebook im Endeffekt daraus bestand den Abstand zu möglichen Konkurrenten zu vergrößern, wobei es sich durch die Übernahme des letzten konkurrierenden Social Networks nunmehr um eine 98%ige Marktdurchdringung im Consumer-Sektor durch das Google-Net handelte und daher als eher das eintreffen eines solchen Ereignisses als eher vernachlässigenswert unwahrscheinlich betrachtet wurde.

….. Fortsetzung folgt